Ausverkauft: Volle Hütte beim Kreppelkaffee in Bad Ems
Ein Saal voller schmucker „Mädels“ mit Konfetti im Blut, die Stimmungskapelle „Dieter Sprengers Dancing Sound“, bei einem Mix aus Show, Tanz, Gesang und viel Kokolores feierten die „Möhnen“ am Schwerdonnerstag mit der Emser Karnevals Gesellschaft (EKG) in der Emser „Gut Stub“, dem Kurhaus. Es war ihr Tag und sie hatten alles fest im Griff beim Endspurt in die tollen Tage. „Wir freuen uns über ein ausverkauftes Haus und ich wünsche allen unvergessliche, närrische Stunden“ so EKG Präsident Uwe Schüler. Frank Ackermann führte, umringt von den Damen des Elferrates, mit lockeren Sprüchen durch das kurzweilige Programm. „Hotte“ (Horst Leder) brachte Stimmung in die „Damengesellschaft“, die Hände gingen zum Himmel und der närrische „Möhnen Express“ war nicht mehr aufzuhalten.
Fritz Bingel sang die Vereinshymne „Orange und Blau“, die Kinder und Jugendtanzgarde wirbelte über die Bühne, die Junioren zeigten gekonnt einen Gardetanz und Tanzmariechen Joanna Richter tanzte über den Wolken, ein vielversprechender EKG Tanznachwuchs, die Viktoriagarde setzte da noch einen drauf. Michaela und Michael Rink präsentierten sich als das nächste Prinzenpaar, vertauschten die Rollen, wer wen begleitete war nicht so recht auszumachen. „Eine Prinzessin mit Damenbart mitnichten, da kann man drauf verzichten. Auch wenn ihr lacht, wir Frauen kommen an die Macht“. Als Meister des Wortwitzes präsentierte sich der „Lohnschdener Jung Karl Krämer, Träger der Rhein-Lahn-Kapp 2012. „Der ganz Weg des Lebens besteht aus Rituale“, seine Verse, unterlegt mit der entsprechenden Mimik, trafen ins schwarze und als Mann mit einer zu kurzen Zündschnur kämpfte der karnevalistische Superstar am Ende um die Fleischwurscht, der Beifall der närrischen Weiber war ihm sicher. „Wir feiern bis die Schwarte kracht. Ich fühle mich wie daheim, heute haben die Weiber die Hosen an, reisen wir die Hütte ab“ so Prinzessin Ricarda I. des Meenzer Mädche, ihr Prinzgemahl Igor I. von der Adria hatte einfach nichts zu sagen. Viel Charme und viel Herz, mit einem Medley holte Achim Köllen die närrischen Weiber erneut von den Stühlen. „Hurra der Pumuckel ist da“, die Rotschopfe um Meister Eder zeigten beim Showtanz allen eine lange Nase und Ann-Kathrin Schowtjak zeigte als „Musicbox Dancer“ einen Tanz der Extraklasse. „Begge Peder“, der Mann mit der Dachlatt bekam im Nagelstudio keine Nägel, Ortete sich als Kussspezialist, kannte sich beim Piercing aus und spätestens bei der Kohlsuppendiät kochte die Stimmung im Saal, einer der vielen Höhepunkte des Kreppelkaffees. „Schule aus“, das Lesenlernen verschoben die Junioren der EKG auf Aschermittwoch, sie tanzten lieber auf der Kurhausbühne. Jaqueline Schaust, Deutsche Meisterin im Solotanz, zeigte noch einmal ihren Siegertanz, sie wird zusammen mit den Tanzformationen der EKG im Mai an den Deutschen Meisterschaften in Erfurt teilnehmen. Die „Trämps von Ems“, die Urgesteine der EKG, kamen „von unter der Bahnhofsbrück“ direkt in die Emser gut Stub, ihre aktuellen Verse trafen wie immer ins Schwarze. Ob Kunst in der Kurstadt, manipulierte Zahlen bei der städtischen Kita Eisenbach, das Problem Medienschule oder die fehlenden Toiletten am Emser Bahnhof, die Seitenhiebe von Fritz Bingel und Reinhold Hausen saßen punktgenau und die endlose Geschichte um den Maaracker durfte da nicht fehlen. Als Dank für den gelungenen Vortrag gab es für die beiden aus dem Zauberstab des Prinzen eine Extraportion „Slibowitz“. Ob Nena, Cher, Margot Hellwig oder Tina Turner, Ellen Obier animierte mit ihren Songs den Möhnenchor zum singen, eine „Einfraushow“ passend zum Schwerdonnerstag. Tanz gab es noch einmal mit „New Generationen of Dufty Movies“, sie kämpften um die Gunst von Herkules“. Etwas auf die Ohren gab´s von „Gugge mer ma“ und beim bunten Finale aller Akteure sang der Troubadour der EKG, Fritz Bingel das „Sierra Madre“ und Hotte stellte musikalisch fest das alle beim Kreppelkaffee „Echte Fründe“ wurden. (hck) Fotos: Hans Hermann Floeck
Kommentare
Kommentar hinzufügen