Bundeswehrreform: Rhein-Lahn-Kreis verliert über 2000 Soldaten und zivile Angestellte

Die Ereignisse rund um die Bekanntgabe der Entscheidungen am vergangenen Mittwoch
Mittwoch, 26.10.2011

15.42 Uhr: Vor lauter Telefonieren und Tickern hat es erst jetzt "geklickt": Rund 8000 Dienstposten fallen in ganz Rheinland-Pfalz weg - alleine mehr als 2000 davon im Rhein-Lahn-Kreis, also ein Viertel. So wirkt es noch viel heftiger, finde ich -ww-!

15.17 Uhr: Der Koblenzer Oberbürgermeister Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig hält die Bundeswehrreform für nachvollziehbar und verkraftbar. Die komplette Stellungnahme gibt es hier.

14.56 Uhr: Es hat uns eiskalt erwischt, kommentiert der Diezer Stadtbürgermeister Gerhard Maxeiner. Die ganze Stellungnahme aus dem Diezer Rathaus gibt es hier.

14.15 Uhr: In einer guten Viertelstunde gibt es die angekündigte PK in Berlin - dann sind Fakten geschaffen.

14.11 Uhr: Es gibt auch Gewinner: Mayen wächst auf fast das Doppelte - wahrscheinlich kommt hier der bislang in Koblenz stationierte Op-Info Anteil "zurück nach Hause".

14.07 Uhr: Da werden (manchmal auch unliebsame) Erinnerungen an die eigene Dienstzeit wach: Der Truppenübungsplatz Daaden wird nach (noch unbestätigten) meldungen ebenfalls geschlossen. Wird im Konzept unter Emmerzhausen geführt. Da arbeiten viele zivile Beschäftigte aus der Region.

14.04 Uhr: Stellungnahme aus dem Westerwald: Mit Freude, aber aufgrund der Reduzierung der Dienstposten, auch mit gemischten Gefühlen hat der heimische Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Landtagsfraktion, Hendrik Hering die Entscheidung der Bundesregierung, die Alsberg – Kaserne in Rennerod zu erhalten, zur Kenntnis genommen: „Der Westerwaldkreis hat mit den Schließungen der Westerwald-Kaserne in Montabaur im November 2004 und der Wäller-Kaserne in Westerburg 2007 mit insgesamt über 1.800 Soldaten und Zivilbeschäftigte einen überdurchschnittlich großen Beitrag an der notwendigen Konsolidierung der Bundeswehr bereits in der Vergangenheit geleistet“, kommentiert Hering die gute Entscheidung für den Westerwald. „Die Bundeswehr und die Bevölkerung in und um Rennerod fühlen sich einander besonders verbunden. Daher habe ich gemeinsam mit dem ehemaligen Landrat Weinert dem Lazarettregiment 21 auch nicht ohne Stolz den Beinamen „Westerwald“ 2008 an die Truppenfahne heften dürfen.

14.02 Uhr: Rennerod: Kaserne bleibt erhalten, Personal wird aber um 240 auf 480 Soldaten reduziert.

13.48 Uhr: Innenminister Lewentz am RheinLahnErleben-Telefon: "Den Rhein-Lahn-Kreis lässt die Reform ziemlich im Regen stehen, die Reduzierungen in Diez und Lahnstein sind ein herber Schlag ins Kontor. Das sind schmerzhafte Verluste."

13.41 Uhr: Stellungnahme aus Mainz: Rheinland-Pfalz hat insgesamt noch Glück gehabt. Landesweit werden "nur" 8000 Stellen gestrichen - "es hätte weit schlimmer kommen können". Die komplette Stellungnahme gibt es hier zum Nachlesen.

13.26 Uhr: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck fordert, dass die betroffenen Länder und Kommunen vom Bund eine entsprechende finanzielle Kompensation erhalten sollten. In ganz Deutschland werden 31 Standorte aufgegeben. Hinzu kommen 33 Standorte, in denen die Zahl der Dienstposten auf unter 15 reduziert werden und die damit nicht mehr als Standorte gelten. UNd zahlreiche weitere in denen einzelne Einrichtungen geschlossen werden, wie zum Beispiel in Diez.

13.23 Uhr: Erste Reaktion aus Mainz: Landtagsabgeordneter Frank Puchtler (SPD) sieht seine "schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet". Eine Schließung der Freiherr-vom-Stein-Kaserne sei "katastrophal für die Region. Das muss der Bund mit Mitteln für die Konversion ausgleichen. Das Land hat in den letzten Jahrzehnten bereits 2 Milliarden Euro für Konversionsmaßnahmen bezahlt.

13.09 Uhr: Diez: Was wird aus dem Servicezentrum, ehemals Bekleidungskammer. Wenn 90 Prozent der Soldaten weg sind, wird die mit zivilen Mitarbeitern besetzte Dienststelle wohl kaum noch aufrecht erhalten.

13.07 Uhr: Lahnstein: Das Führungsunterstützungsbataillon 283 und das Sanitätszentrum wird aufgelöst, die BW-Fahrschule bleibt.

13.05 Uhr: Lahnstein: In der Deines-Bruchmüller-Kaserne versehen künftig nur noch die Hälfte der Soldaten ihren Dienst. Lahnstein fällt von 1190 auf 510 Soldaten.

12.58 Uhr: Auch Koblenz verliert rund 400 Dienstposten. Damit fällt die einstmals größte Garnisonsstadt Deutschlands weiter von 7550 auf 7130 Stellen.

12.56 Uhr: Entgegen anderslautender, am Morgen durchgesickerter Pressemeldungen, trifft die Reduzierung der Streitkräfte durch die aktuelle Bundeswehrreform die Region doch hart. Obwohl erst gegen 14.30 Uhr in Berlin verbindliches bekannt gegeben wird, werden nach medienerleben-Informationen in Diez lediglich 150 von bislang 1520 Dienstposten übrig bleiben. Das Nachschubbataillon 462 und das Logistikregiment 46 sowie eine Sanitätsstaffel werden komplett aufgelöst - das lässt erahnen, dass wohl die zwischen Diez und Limburg gelegene Freiherr-vom-Stein-Kaserne geschlossen wird.

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