Ein Keltenhof in Bettendorf

Weitere Aufwertung in der Welterberegion am Limes geplant
Dienstag, 08.11.2011
Ein Keltenhof in Bettendorf

Vor einigen Monaten hat sich unter dem Dach des Kult-Ur-Instituts ein „Förderkreis Keltenhof in Bettendorf“ gegründet. Die mittlerweile 22 Mitglieder kommen unter anderem aus Kemel, Taunusstein, Bad Schwalbach und Heidenrod. Der Förderkreis hat sich das Ziel gesetzt, in privater Initiative und ohne Kosten für öffentliche Stellen das 1:1-Modell eines Keltenhofs zu errichten. Das Projekt, inzwischen vom Bettendorfer Gemeinderat befürwortet, ist als Erweiterung des Parkplatzes am Ortseingang Bettendorfs geplant, von wo aus der 3-Kastelle-Rundweg begangen werden kann.

Förderkreis ist bereits vom Landrat bestätigt

Die Maßnahme ergänzt die Limesvisualisierungen und soll - vor allem im Zusammenhang mit den zahlreichen keltischen Hügelgräbern rund um Bettendorf – den Besuchern deutlich machen, dass auf beiden Seiten des Limes in vorrömischer Zeit die keltische Urbevölkerung gelebt hat. Seitens der Ortsgemeinde wurde grundsätzlich die Bereitschaft erklärt, die angedachte Fläche dem Förderkreis im Rahmen eines Pachtverhältnisses zu überlassen. Landrat Günter Kern hat dem Förderkreis bereits bestätigt, dass er das Vorhaben als interessantes Projekt betrachtet, ebenso äußerten sich die beiden heimischen Landtagsabgeordneten Matthias Lammert und Frank Puchtler in ersten Reaktionen positiv.

Das Projekt ist wichtig und sinnvoll

Am 6. November besuchte MdL Frank Puchtler den Förderkreis im Welterbemuseum Bettendorf. Im Beisein von Ortsbürgermeister Arnd Witzky und zweier Gemeinderatsmitglieder ließ er sich das Vorhaben anhand eines maßstabgerechten Modells von Edgar Defayay erläutern. In seiner Begrüßung betonte Puchtler, dass er das Projekt als sinnvolle und wichtige Ergänzung zu den Maßnahmen rund um das Limeskastell Pohl und die Limesvisualisierungen betrachte, da auf diese Weise der Blick auch auf die keltische Urbevölkerung gelenkt werde. Bei der anschließenden Besichtigung des Bauplatzes wies Prof. Harald Braem vom Kult-Ur-Institut darauf hin, dass die Kosten für den Keltenhof durch Spenden und Eigenleistung der hoch motivierten Förderkreismitglieder gedeckt würden. Anhand von Planskizzen und einem ersten Kostenvoranschlag erklärten Förderkreissprecherin Petra Dutiné und Initiator Ralph Büschel das weitere Vorgehen. Frank Puchtler versprach, das Projekt „Keltenhof in Bettendorf“ in Mainz Kulturstaatssekretär Walter Schumacher vorzustellen. Bei strahlendem Sonnenschein wanderte der Förderkreis anschließend unter Führung von Prof. Harald Braem auf dem 3-Kastelle-Weg zum Hügelgräberfeld beim Kleinkastell Pfarrhofen.

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