Spendenübergabe der Firma Urimat an die Kinderkrebsstation "Kemperhof"
Eine Spende in Höhe von 7.240,91 Euro hat der Vorstand der Urimat Deutschland AG, Raimund Lang, bei einem Treffen vor Ort in Koblenz an den Leitenden Oberarzt der Kinderklinik "Kemperhof", Dr. Rudolf Ferrari, übergeben. Es handelt sich um das eingespielte Geld des 1. Urimat "Advents-Benefizlaufes", bei dem 187 Läufer, Walker und Wanderer aller Generationen für die gute Sache von der Urimat-Deutschlandzentrale in Hundsangen dabei waren.
Da die Firma Urimat laut Raimund Lang sämtliche Kosten der Veranstaltung aus eigener Tasche zahlte, konnten sämtliche Einnahmen aus Startgeldern, Los-, Essens- und Getränkeverkauf ohne Abzüge 1:1 gespendet werden. Zu der erfreulichen Gesamtspendenhöhe trugen auch Schecks der Firma 3W-Logistik GmbH Montabaur (2.000 Euro) und der Dehrner Krebsnothilfe (1.000 Euro), weitere Kleinspenden sowie der Einsatz diverser Sponsoren wie der Bäckerei Loos, des Deutschen Roten Kreuzes Meudt, der Feuerwehr Hundsangen, der Verbandsgemeinde Wallmerod, der Gemeinde Hundsangen, Ideengeber Klaus Nattermann ("Tour der Hilfe") und die Mitarbeiter der Firma Urimat selbst bei, die bei Vorbereitung und Durchführung der Aktion ganze Arbeit geleistet hatten.
Nach dem Besuch des "Kemperhofes" ist Lang sich sicher: "Hier ist das Geld wirklich gut angelegt. Dr. Ferrari ist ein Oberarzt, der seine Sache mit viel Herz macht. Wir werden 2011 wieder einen Spendenlauf veranstalten". Ferrari berichtete, dass im "Kemperhof" auch Patienten aus den Kreisen Westerwald und Limburg-Weilburg behandelt würden, und man sich auch um deren Angehörige kümmere.
Eltern brauchten in solchen Situationen mal Entlastung, meinte Ferrari. Und gerade Geschwister hätten es nicht leicht, weil sich die ganze Aufmerksamkeit der Verwandten nur noch um das kranke Kind drehe. Ottmar Wagner, Vorsitzender der Dehrner Krebsnothilfe, würde sich deshalb freuen, wenn seine Spende für Elternbetten und Spielsachen verwendet würde. Ferrari berichtete aber, dass mittlerweile Krankenkassen nicht einmal mehr wie früher die komplette medizinische Versorgung tragen würden.
Da werde ein Entkrampfungsmedikament oder ein Betäubungspflaster nicht mehr bezahlt, weil die Krankenkassen der Meinung seien, das es ja auch ohne gehe. Um den Kindern dennoch weiter optimale Behandlung bieten zu können, würden folglich Spenden immer wiede dringend gebraucht. Für die Eltern seien beispielsweise Rückzugszimmer eingerichtet worden, es gebe psychologische Betreuung auch für die Geschwisterkinder, und ein neues Projekt sei in Planung, wo kranken Kindern per Computerleitung die Möglichkeit gegeben werden solle, mit ihren Klassenkameraden vom Krankenbett aus in Kontakt zu bleiben.
80 Prozent der im "Kemperhof" behandelten Krebskinder könnten derzeit gerettet werden, verkündete Ferrari, aber selbst im Erfolgsfall könne eine Behandlungsdauer zwei Jahre dauern und somit kranke Kinder wie ihr Umfeld extrem belasten. Folglich gebe es auch Schwestern, die mal zu den Leuten raus fahren würden, damit diese nicht ständig in die Kinik fahren müssten, und gerade werde die Station komplett auf den neuesten Stand umgebaut. "Wir sind die einzige Spezialklinik im nördlichen Rheinland-Pfalz und behandeln folglich Patienten aus einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern", erklärte Ferari. Die Station biete derzeit 95 Betten.
