„TuS verbindet Leistung und Jugendarbeit vorbildlich“

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger referiert über Breiten- und Spitzensport
Freitag, 22.01.2010
„TuS verbindet Leistung und Jugendarbeit vorbildlich“

Vor zahlreichen Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie vielen Vereinsmitgliedern des TuS Holzheim referierte DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger in der Holzheimer Ardeckhalle über die Verbindung von Breiten- und Spitzensport. Er hob die Arbeit des Handballvereins von der Aar dabei als vorbildlich und in der Region einzigartig hervor.

Dr. Theo Zwanziger ist nicht nur in Sachen Fußball ein Fachmann. Der Chef der deutschen Balltreter weiß als Förderkreis-Mitglied des TuS Holzheim und stetiger Verfolger des Geschehens rund um den Verein von der Burg Ardeck auch reichlich über das Metier derer, die es pflegen, den Ball mit der Hand und nicht dem Fuß zu spielen. Sein Vortrag in der Ardeckhalle bestätigte dies hinlänglich. Nach der Begrüßung durch Handball-Abteilungsleiter Alois Friedrich stellte Heiko Ohl als Vorsitzender des TuS-Förderkreises den zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft Philosophie und Historie des Vereins vor. Eine hervorragende Jugendarbeit und viele Erfolge sind in der langen Handball-Tradition in der Aargemeinde seit jeher gegenwärtig. „Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern. Unsere Herrenmannschaft wird weiterhin das Ergebnis der eigenen Nachwuchsförderung sein“, unterstrich Ohl genauso wie den Faktor Tradition: „Hier sind Namen im Verein aktiv, die schon vor 30 Jahren auftauchen.“

Dr. Theo Zwanziger fand bereits zu Beginn seines Referats überaus lobende Worte: „Der TuS ist ein großartiger Verein, der den Handballsport lebt. Das strahlt aus. Holzheim ist der Mittelpunkt des Handballs in der Region.“ Durch die im vergangenen Sommer intensivierte Arbeit des Förderkreises bewegt sich der Klub auf dem richtigen Weg. Zwanziger: „Vereinsarbeit muss zeitgemäß bleiben.“ Dazu zählt im Wesentlichen auch das Einbeziehen der Jugendarbeit. „Vereine müssen Kindern eine Heimat bieten. Sie wollen Bewegung, spielen, den Spaßfaktor ausleben und brauchen Gesellschaft sowie Kameradschaft“, betonte der Altendiezer. Ein entsprechendes Angebot der Vereine und Vorbilder müssen die Anreize für die Jugendlichen sein. In beiden Bereichen muss sich der TuS Holzheim überhaupt nicht verstecken.
Zwanziger vertiefte die große Bedeutung der Verbindung zwischen Breiten- und Spitzensport. „Die Breiten- und Nachwuchssportler brauchen Idole, mit denen sie sich identifizieren können. Ohne Leistung an der Spitze und damit ohne Idole verkommt die Gesellschaft.“ Der TuS setzt diese Leistung im Rahmen seiner Möglichkeiten hervorragend um. Seit Generation färben die Vorbilder hier auf die Jugend ab. Auf großer Sport-Ebene seien diese Aspekte genauso wichtig. „Jeder Verband braucht Elite- und Nachwuchsförderung. Ohne Erfolg an der Spitze kann Sport vor Ort auf Dauer keinen Erfolg haben. Deshalb sind Breite, Spitze und Elite untrennbar voneinander“, stellte Dr. Zwanziger heraus. Holzheim agiere in dieser Verbindung vorbildlich.

Schließlich bringe Erfolg auch Menschen, die den Sport unterstützen. In Holzheim ist diese Unterstützung groß – sowohl was Ehrenamtler, als auch Sponsoren und Förderer betrifft. „Für Unternehmen, die sich als Sponsor engagieren, darf nicht der Gewinn, sondern die Teilnahme an einem sozialen Ereignis zählen. Identifikation mit einem Verein zahlt sich für jedes Unternehmen aus“, sagte der Referent. Heiko Ohl fügte hinzu: „Wir bieten unseren Sponsoren und Partnern viel. Wegen der gute Darstellung können wir uns immer wieder über positive Rückmeldungen freuen.“ Nach dem Vortrag wurden in einer Diskussionsrunde verschiedene Themen aus den Bereichen Hand- und Fußball angesprochen, so zum Beispiel die Frauen-Weltmeisterschaft der Kickerinnen im Jahr 2011, der Wettskandal und das Thema Trainerentlassungen. Zwanziger stand ausführlich Rede und Antwort.