Luisa unter Strom, Teil 2: Von der Kaffeemaschine bis ins Kraftwerk
Praktikantin Luisa ist glücklich, dass sie bei ihrer Umfrage zum Thema „Wohin führen die Kabel in der Steckdose?“ mit Leon einen sehr aufgeschlossenen Passanten getroffen hat, der sich wissbegierig für das Thema interessiert. Zusammen mit Luisa macht er sich auf den Weg in ein Service-Center des Energieversorgers in Idstein. Hier finden die beiden einen Experten, der die gewünschten Antworten geben kann.
„Woher kommt eigentlich der Strom“, fragt Leon neugierig. „Damit die Kaffeemaschine von Leon funktioniert“, schiebt Luisa noch schnell hinterher. „Das zeige ich euch gerne. Am besten fahren wir zu Leon nach Hause, dann können wir den Weg des Stroms von Anfang an zurückverfolgen“, schlägt der Experte freundlich vor. Gesagt, getan!
In der Küche zeigt Leon dem Strom-Experten eine Steckdose und Luisa fragt erneut: „Wenn man diese Steckdose aufschrauben würde, wohin führen dann die Kabel?“ Die Kabel führen zunächst in den Keller zum Zählerschrank, in dem sich auch die Sicherungen befinden. Aus diesem Schrank führt ein dickeres schwarzes Kabel: das sogenannte Hausanschlusskabel. Unterirdisch verläuft es aus dem Haus heraus bis zum Gehweg. „Hier ist das Hausanschlusskabel mit dem Hauptkabel verbunden, das wiederum zum Kabelverteilerschrank am Straßenrand führt“, erklärt der Fachmann und zeigt Luisa und Leon auch gleich mal das Innenleben des Kabelverteilerschranks, der im Volksmund, wie auch Leon weiß, gerne schlicht als „der Stromkasten“ bezeichnet wird.
„Vom Kabelverteilerschrank führt das Kabel zur Trafostation, die meistens mitten im Ort steht“, fährt der Experte fort - und Luisa möchte auch gleich dorthin. In der Trafostation wird der mit 20.000 Volt ankommende und summend hörbare Strom auf 400 Volt transformiert. „In dieser reduzierten Stärke geht er dann auch in die Häuser“, klärt der Fachmann auf.
Ortswechsel: Luisa, Leon und der Experte des heimsichen Energieversorgers stehen mitten auf dem Feld, vor einem Freileitungsmast. Dort fließt der Strom mit einer Stärke von 20.000 Volt, der über ein Kabel in die Erde geleitet wird - unterirdisch geht es dann zur Trafostation, die Luisa und Leon ja bereits kennen. „Dort hinten könnt ihr noch die großen Freileitungsmasten sehen. Dort fließt der Strom mit 110.000 bzw. 220.000 Volt, bevor er auf 20.000 Volt herabgesenkt wird. Schließlich kommt der Strom zum Beispiel aus Kohle-, Kern- bzw. Wasserkraftwerken“, schließt der Fachmann seine Ausführungen.
Luisa und Leon bedanken sich ganz herzlich für die spannenden Erklärungen: „Jetzt sind wir schlauer“, sprudelt es aus Luisa heraus. Die Praktikantin freut sich bereits auf weitere, neue Erlebnisse unter Strom. Mehr dazu lesen Sie in der kommenden Woche.
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